RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#16 von VR46forever , 06.06.2021 12:10

Meine Karriere als Rennfahrer wäre derzeit definitiv vorbei.
Es gab im Moto3 Rennen mindestens wieder 3 Unfälle mit Potential zur Katastrophe.
Ich weiß, so darf man nicht denken, aber das überlagert derzeit sogar den Gedanken an den eventuellen Sieger. Hoffentlich hört man noch positives von Sasaki.

Die Rennen sind derartig spannend, aber vom Gefühl her wird es immer gefährlicher.

 
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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#17 von VR46forever , 06.06.2021 13:47

Wer hatte denn KTM auf der Rechnung ? Respekt !
Brutal, wie wir das Ende der Ära Rossi erleben. Evtl. sogar die von LFB auch ?
Wobei auch Morbidelli sehr weit hinten war. Bei Petronas läuft auch was schief. Bei Honda schon lange.
Zarco könnte dieses Jahr fast den Mir machen........

 
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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#18 von Ar-one , 06.06.2021 14:32

Miguell und KTM haben das richtig gut gemacht. Gratuliere!!!

Und dann die Hühnerbrust….muahahahahahahaha…was hab ich gelacht. Hab jetzt noch Tränen in den Augen.

Unser Vale….heul

LFB wieder eins mit der Keule. Irgendwann kriegt der nen Schweißausbruch wenn er Kies sieht.

@ac, das mit den Crashs ist mir schon im letzten Jahr aufgefallen. Vor allem wie die abfliegen, und immer mm und sekunden eintscheiden.
1mm falsch, 1 Sekunde früher/später.... und fertig.
Besser du schaust dir das nicht mehr an. Ist zuviel Renn-Realität für dich.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#19 von Ar-one , 06.06.2021 17:06

Aber als Trost für dich.
Fabio hat dir extra seine Hühnerbrust gezeigt. Wollte dir sicher sagen: "hey ac, du Blödmann, sieh mal was ich alles kann!
Hühnerbrust raus, und gleichzeitig noch Oliveira flachlegen."
Der kann froh sein, dass das nicht in Brno im August passiert ist. Da schwirren ca. 1 Milliarde Wespen um den Kurs.


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#20 von tourenbiker , 06.06.2021 18:44

Ja, ich muss sagen, das waren heute richtig starke KTM-Erfolge. Da Gas-Gas auch zum KTM-Konzern gehört, und das Motorrad natürlich baugleich mit den KTM´s ist, können sie sich such den Moto3-Sieg an die Fahnen heften.

Bei Pedro Acosta fällt mir auf, dass er zwar stark fährt, und sauber überholt, aber in der letzten Runde fehlt ihm noch ein wenig die Erfahrung. Nachdem er am Anfang so losgelegt hat, sind die anderen Fahrer alle auf ihn aufmerksam geworden. So passiert es ihm in den letzten Rennen immer wieder, dass er so richtig im Verkehr eingeklemmt wird. Das war in Mugello schon so, und jetzt in Barcelona war es genau das Gleiche. Aber er verwaltet seinen Vorsprung, und bleibt auch nach dem Sachsenring immer noch WM-Leader.

Bei der Moto2 machen sich Remy Gardner und Raul Fernandez den Titel untereinander aus, zumindest hat es so den Anschein. Gardner gestärkt durch seinen MotoGP-Vertrag bei KTM lässt sich die Butter ganz schwer vom Brot nehmen.

Und in der MotoGP scheinen sie jetzt auch angekommen zu sein. In Mugello noch der 2. Rang von Oliveira, hat er sich heute in Barcelona souverän den Sieg geholt. Alle Achtung. Jetzt muss nur mehr Binder besser in die Gänge kommen, dann ist das ein Erfolgsprojekt.

Zarco ringt mir immer mehr Respekt ab, obwohl ich bezüglich seiner Person zwiegespaltet bin. Eigentlich ist er mir unsympathisch, aber seine Leistung mit der Ducati muss man anerkennen. Vermutlich werden wir heuer noch einen Rückwärtssalto sehen.

Was bei Quartararo los war kann man nur spekulieren. Ich denke, dass ihn sein Brustprotektor bei jeder Kurve in die Brustwarze gezwickt hat. Deshalb hat er sich dieses Teils entledigt.

LFB hat sich wieder einmal lang gelegt. Wie Du schon sagtest, das bekommt ein Geschmäckle.

Vale, nun ja, Vale eben, was soll ich dazu sagen. Es ist traurig anzusehen, wie sich eine Ikone des Motorsports immer mehr demontiert. Das ist sicher nicht sein Anspruch, und ich glaube, dass ihm der Spaß langsam vergeht.

Fazit: Im Großen und Ganzen gute und spannende Rennen, und ich freue mich schon auf den Sachsenring und Assen.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#21 von VR46forever , 06.06.2021 20:15

Ich muss zwei Sachen vorausschicken:

Erstens: Ich habe nix gegen unsere Hühnerbrust.
Zweitens: Ich will niemand provozieren.

Aber Fabio ist nur noch Sechster.Strafe. Und wegen mir hätte er die Aufforderung bekommen müssen, in die Box zu fahren oder komplett disqualifiziert werden. Du darfst mit defektem Moped auch nicht fahren, aber wenn der sich langgelegt hätte mit offener Lederkombi, dann würden später auch Tattoos nicht mehr helfen......
Auch wenn es schon irgendwie cool aussah. Und ich seit 40 Jahren in Turnschuhen fahre. Aber um keine WM..........

Und nochmal was zu Honda: Die Karre ist ja offenbar für niemand wirklich beherrschbar. Ich frage mich, ob der Testfahrer wirklich der Richtige ist. Dessen Fahrstil ist doch völlig anders als der der beiden Repsol-Fahrer. Ohne die außergewöhnlich Fähigkeiten von Marquez wäre das aber vielleicht früher aufgefallen, das der Hobel nicht viel taugt. Der Pol wird sich bestimmt ärgern, auf KTM hätte er vielleicht heute gewonnen......

 
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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#22 von Ar-one , 06.06.2021 22:21

ach komm, ac, bleib mal auf'm Teppich.
Nun hast du die ganzen Jüngelchen so gut beschrieben, und jetzt willst dich rechtfertigen und redest gar von Provokation.
Sind wir etwa schon so schräg drauf, dass wir keinen Spaß mehr machen können?
Die Hühnerbrust passt einfach super.

Aber die Strafe finde ich nicht gut.
Wenn das Teil gedrückt, oder anders behindert hat, dann war das ja auch gefährdend.
Ich hätte das einfach besser ins Verhältnis gesetzt.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#23 von Ar-one , 07.06.2021 17:57

Also ich muss da doch noch was loswerden. Gestern Abend wollte ich nur schnell ac beruhigen, nicht, dass er schlaflose Nächte wegen der Hühnerbrust Provokation bekommt.

Nun hab ich mir die Bestrafung mal genau durchgelesen, und kann nur noch den Kopf schütteln über so viel Schwachsinn. Dass man Regeln einhalten sollte, ok. Aber langsam frage ich mich bei der MotoGP, wer diese Regeln eigentlich macht.

Das Erinnert mich an EU Regeln, die z.b. einfach einen unmöglichen Wert zur Schadstoffbegrenzung in den Raum stellen, und jeder soll sich dranhalten. Weder die Sinnhaftigkeit, noch die Plausibilität dieses theoretisch festgesetzten Wertes hinterfragt dabei Jemand. Oder wird nicht gehört, was aufs Gleiche rauskommt.

„Man muss sich ja an die Regeln halten!“
Hahaha…wie im Kindergarten. Ist noch keinem aufgefallen, dass Regeln in dieser Konstellation, weniger der Sicherheit,
dafür mehr der Kastration einer Sportart dienen, die nun mal eine Gefährliche Komponente beinhaltet.
Nach dem Motto, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Da kann ich nur sagen: Lasst es doch einfach sein!

Glaubt denn Jemand, Fabio hätte diesen Protektor einfach so, wegen Gewichtsersparnis, weggeworfen? Der wird schon einen Grund gehabt haben. Und das Teil wird keinen aus dem Sattel holen. Ist weniger problematisch als eine Möwe in P.I.
Ein Mensch mit gesundem Menschenverstand wird die Regel so interpretieren, dass die ganze Sicherheitsausrüstung vor dem Start am Körper sein muss. Sonst keine Abnahme. Die treten doch nicht zum Sackhüpfen an, und werden sicher nicht freiwillig bei 300 km/h das Zeug durch die Gegend schmeißen. Und so eitel, unbedingt beim anbremsen der langen Zielgeraden seine Hühnerbrust in die Kamera zu strecken, ist auch Fabio nicht. Denk ich wenigstens.

Wenn andere Fahrer und Teamchefs sich bei der Beschwerde und der Forderung nach schwarzen Flaggen drängeln, dann muss das keinen Wundern. Einfacher kann man keine WM Punkte machen, bzw. dem Gegner abknöpfen. Richtige „LFB‘s“ eben. Huch?! Und dann auch noch Zarco….ach da schau an. Die Komik fällt aber sicher keinem auf. Denn…. Man muss sich gefälligst an die Regeln halten. Punkt!!

Das gleiche bei den Track Limits. So ein Schwachsinn. Die Idee war ja gut. Einfach um die Strecke einzugrenzen. Aber schaut man sich die Kontur der Green Limits an, muss man am Verständnis des Malers/Straßenpinslers, und letztlich der Race Direction Abnahme zweifeln. So gut wie alle Limits am Kurvenausgang verjüngen abrupt den Radius zurück auf den Asphalt. Was soll der Scheiß? Jeder Fahrer nimmt die Limits in seine Linie mit rein. Und dann kommt am Ende ein verjüngter Radius, den kein Fahrer sauber hinbekommt. Außer er ist ein ganz Braver und lässt im Vorlauf schon genug Platz. Wäre bei der Abnahme ein Ex Racer dabei, der noch was in der Birne hat, würde er den letzten Teil des Limits offener machen. Hätte den gleichen Effekt. Denn die Linie kannst in dem Bereich nicht mehr groß ändern. Nur kämme es dann nicht zu so hirnrissigen Strafen wie in Mugello.
Wird immer schlimmer. Nannydioten überall.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#24 von VR46forever , 09.06.2021 17:42

Zitat von Ar-one im Beitrag #18
Besser du schaust dir das nicht mehr an. Ist zuviel Renn-Realität für dich.


Offenbar ist diese "neue" Realität aber nicht nur mir aufgefallen, ich denke, so verkehrt liege ich auch als Zuschauer mit meinen Beobachtungen nicht..........

Andere können auch kaum noch hinsehen

 
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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#25 von Ar-one , 10.06.2021 07:22

Das ist natürlich im wahrsten Sinne besorgniserregend.
Wenn selbst den aktiven Racern aus den höheren Klassen die Nackenhaare senkrecht stehen,
zeigt das deutlich, dass es eine neue Entwicklungsstufe beim Rennfahren gibt.

Ob das nun gut oder schlecht, bzw. besser aber gefährlicher ist, wird sich irgendwie von alleine regeln.
Hört sich jetzt grausam an, aber erst, wenn bei jedem Rennen Katastrophenunfälle (auch mit Todesfolgen) passieren,
wird da was passieren. Entweder die Orga findet etwas, das die Rennen entschärft, oder die Fahrer merken selber,
dass etwas nicht mehr sauber läuft, und gehen von sich aus das Ganze etwas vorsichtiger an.
Aber in dem Alter….mhhm??

Rossi hat recht, die Leistungsdichte ist das erste Problem.

Das Ganze erinnert mich an die Everest Besteiger. Kennst das Buch von Jon Krakauer „in eisigen Höhen“. Ist zu empfehlen.
Ist zwar jetzt etwas metaphorisch ausgedrückt, aber es beschreibt nämlich genau die Zustände, die jetzt in der MotoGP anfangen.
Es gibt eine Todeszone. Jeder weiß es. Jeder will aber auf den Gipfel. Der Weg ist gesäumt von Versuchen, die tödlich endeten.
Trotzdem will jeder auf den Gipfel. Wenn es aber zum Gipfel, in der Todeszone, eine wahre Völkerwanderung gibt, weil mittlerweile viele mit Sauerstoff und guter Ausrüstung (und bestochenen Reiseführern und extra Scherpas) gepäppelt sind, geht das trotzdem nur für einige, wenige gut aus.
So ist das nun mal, wenn man auf den Gipfel will.

Eins ist aber sicher.
Um es sicherer zu machen, müsstest du den „Gipfel“ runterbrechen unter die Todeszone.
Dann ist das eben eine gemütliche Wanderung, mit leicht erhöhtem Schweregrad.

Übertrag das mal auf die MotoGP, und erzähl mir deine Ideen dazu.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#26 von tourenbiker , 10.06.2021 08:29

Gut, meine Idee dazu wäre, dass man die Maschinen etwas kastriert. Es wäre eine Möglichkeit über Hubraumreduzierung, Drehzahllimit, Spritverbrauch, Elektronik usw. die Motoren in der Leistung zu bremsen. Im Grunde genommen ist es dem Zuseher egal, ob die mit 360 oder mit 330 über die Gerade in Mugello donnern. Das interessante am Rennfahren ist ja der Kampf zwischen den Fahrern. Freilich will man keine Einheitsmotoren, oder Einheitsmotorräder, und man muss aufpassen, dass dann z. B. die Superbike nicht schneller werden als die MotoGP. Die sind sowieso schon sehr knapp an der MotoGP dran. Jetzt nicht von der Motorleistung, aber von den Geschwindigkeiten und den Rundenzeiten. Irgendwann lassen sich diese Biester nicht mehr fahren. Ohne TC, Anti Wheelie, wären die meisten Fahrer nicht mehr in der Lage, so ein Ding zu fahren.

Ich kenne allerdings auch nicht die Lösung der Probleme. Da müssten sich die Hersteller, die IRTA, die FIM und auch die Fahrervertreter zusammen etwas einfallen lassen, was dann auch wieder über Jahre hinweg Bestand hat. Was ich sicher nicht will, das ist ein lautloser Rennsport wie diese Moto-E. Bei der Formel 1 wurde auch die Lautstärke eingebremst. Wenn ich zu so einem Event fahre, dann will ich es auch hören. Ich fahre ja auch nicht zu einer Flugshow, um einen Elektroflieger zu sehen. Da muss es donnern, dass sich die Balken biegen.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#27 von Ar-one , 10.06.2021 15:33

Die Leistung ist nicht das Problem. Eher die Leistungsdichte. In allen Klassen.

Wenn einfach zu viele auf dem gleichen Niveau sind, ist die Gefahr für das Knäul im Pulk höher.

Meine Idee geht auf die Reifen. Wenn Michelin einfach keine Superkleber mehr bringt, müssen sich alle mit dem schlechten Grip arrangieren. Da ist dann die Leistung relativ egal, weil sie eh nicht genug auf die Straße bringen. Aber mit schlechten Reifen kommen nur einige gut zurecht.
Problem gelöst.

Wobei die Gefahr bei Unfällen immer da ist. Da kann man nichts dran ändern. Außer die MotoGP verbieten.

Doch es gibt auch andere Veranstaltungen. Die werden bloß nicht richtig Vermarktet. Wie die „isle of man tt“.
Ist halt nix für ac‘s Blutdruck und Gefühlslage.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#28 von VR46forever , 10.06.2021 21:12

Na ja, es geht ja eigentlich mehr um die Moto 3. Ich bin nicht ganz im Bilde: Müssen die Motorräder für alle identisch sein ? Also alle Hondas für alle gleich bzw. alle KTMs ? Sollte mehr Tuning (Klar, kostet mehr...) erlaubt werden ?
Schlechte Reifen ? Hmmm....aber unterschiedliche Hersteller wären schon eher eine Lösung.
Strafgewichte ?

Ja, schwierig. Ich will spannende Rennen sehen mit Kämpfen in Gruppen. So 3-6 Leute. Aber ganz ehrlich: 15-20 Fahrer in der letzten Runde innerhalb von 2-4 Sekunden ist etwas zuviel.
Man kann nicht alles regeln. Aber man kann auch nicht zusehen, wenn sich das Risiko so potenziert, bis wir die nächste Katastrophe haben, auf die sich dann alle stürzen. Das Problem ist da. Andere sehen es ja auch.

Die TT tut gut daran, nicht weiter in den Fokus zu rücken. Das ist einfach in der heutigen Zeit nicht mehr vermittelbar. Wer will, soll es machen, aber ich will das nicht sehen. Der Blutzoll ist viel zu hoch. Festhalten an manchen Traditionen führt eher zur Abschaffung bzw. Verbot als zur Erhaltung.

 
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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#29 von Ar-one , 11.06.2021 07:33

Klingt alles nach dem gewaschenen Pelz, der dann aber bitte nicht ganz so nass werden soll.

Ist deine Sicht der Dinge – ok.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich wieder an den Anfangspunkt zurück. Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. So ist das einfach im Leben. Keiner wird dazu gezwungen. Es gibt genug Menschen, denen das „Spiel“ gefällt. Also kann es auch gut vermarktet werden. Gibt es der Markt nicht mehr her, gibt es eben andere Rennen ohne WM Charakter, oder gar keine offiziellen Sport Veranstaltungen mehr. Solange es aber noch Motorräder zu kaufen gibt (Achtung – „noch“) wird dann eben auf die Straße ausgewichen. Und siehe da, auch da gibt’s Unfälle. Das „normale“ Leben ist einfach auch gefährlich!

Die Entwicklung im Motorradrennsport verläuft ja, innerhalb der Regeln, nicht nur im technischen Sinne ab. Neben den Reifen, und der Sicherheitsbekleidung, entwickeln sich auch die Fahrer mit. Das heißt, selbst bei reduzierter Einheitsleistung in allen Klassen, wäre trotzdem immer mehr Nachwuchs da, der sich durch optimale Förderung in manchen Ländern, eben gravierend zur Vergangenheit unterscheidet, in der die Fahrer erst durch die harte Schule der einzelnen Klassen mussten, um sich zu entwickeln.

Schaut man sich Acosta und Fernandez an, machen die den Eindruck, als seien sie so erfahren wie unser alter Rossi, und wären nur zum Spaß wieder an die Anfänge zurück, um nochmal durchzustarten. Woher kommt diese Rennreife in diesem Alter? Antwort: Nicht nur Sportorganisationen, EX Fahrer mit ihren Rennfahrerschulen, nein – auch die Eltern sind in den letzten Jahrzehnten, unbeschwert und begeistert, mit dem Rennsport aufgewachsen, und nehmen ihre Kids schon im Kindergartenalter an die Hand, und zu den Minibikes. Das ist doch ein Zeichen, wie super wir alle in den letzten Jahrzehnten leben konnten, durften.

Das hat aber eben auch Auswirkungen. Die „Qualität“ der Rennfahrer entwickelt sich viel früher und viel extremer. Und wie bei jeder Entwicklung, komprimiert sich das alles in einen Zustand, der voll ist mit Höchstleistung, die dann wieder eine weitere Entwicklung der Sondierung nach sich zieht. Dabei gibt es nicht nur Gewinner, sondern eher viele Verlierer. Die Spreu trennt sich vom Weizen.

Wem das nicht ins eigene Weltbild passt, der hat ja immer noch die Möglichkeit sich den Medien zu entziehen, und das Geschehen nicht auch noch mit zu verfolgen.


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RE: 05.06. - 06.06.2021 MotoGP in Barcelona/E

#30 von Ar-one , 12.06.2021 07:32

Interessanter Artikel von „side by side“ Mat Oxley.

Zwei Aussagen gefallen mir besonders gut:
1. Die von Stoner. Der wird mir nachträglich immer sympathischer.
2. Die Idee, einfach die Stürze zu verbieten. (wer die Regel Handwerker kennt, wird das nicht gleich als Witz abtun...muahahaha)

https://www.speedweek.com/motogp/news/17...ack-limits.html

Also das Statement von Stoner, wegen der asphaltierten Auslaufzonen, hatte was. Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm.
Aber es bringt mich auf völlig neue Ideen.
Verkürzt gesagt, war seine Aussage ja, dass, je sicherer die Auslaufzonen wären, so ungestümer sich die Fahrer verhalten würden.

Dazu hätte ich einen genialen Vorschlag.
Bei Gladiator kämpfe doch Russel Crowe mit einem riesigen Gegner. Immer wenn er über eine bestimmte Zone stolperte, kamen hungrige Löwen und Tiger aus den Tiefen, die mit den Ketten exakt bis an das Limit kamen. Wäre er drüber gekommen, wäre er ein leckeres Frühstück für die ausgehungerten Raubtiere geworden.
Ich stelle mir das in der MotoGP vor. Wie ein hungriger Löwe mit der Zunge schnalzt, wenn LFB mit einem wilden Safe um die Ecke kommt.

Würden da nicht alle super brav, wie an der Perlenschnur, um die Kurven zirkeln?
Und die Trockenduscher Fraktion könnte sich endlich beruhigt (mit Kreuzgurt selbstverständlich) in den TV Sessel zurücklehnen?


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